Page 10 - Ärzteblatt Thüringen, Juli/August 2026
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N A ME N U ND N A C HR I CH T E N
Transplantationsteam des Universitätsklinikums Jena setzt bei vier Patienten eine neue Lunge ein
(Jena) Den 14. Mai 2026, seinen „zwei- Transplantation wurde erfolgreich vom „Dass so viele Lungen in wenigen Tagen
ten Geburtstag“, wird Mathias Grössner Team der Klinik für Herz- und Thoraxchi- nacheinander verpflanzt wurden, ist
niemals vergessen. Denn innerhalb von rurgie in einer mehrstündigen OP durch- auch für uns etwas Besonderes und
24 Stunden durchlebte er eine wahre geführt. Eine weitere Besonderheit: zeigt, wie leistungsfähig unser Team ist“,
Achterbahn der Gefühle. Nachdem der Nicht nur er, sondern drei weitere Pati- so Professor Dr. Torsten Doenst, Direk-
60-Jährige am Universitätsklinikum enten im Alter von 60 bis 65 Jahren er- tor der Klinik für Herz- und Thoraxchir-
Jena (UKJ) für eine Lunge gelistet wur- hielten im Zeitraum von acht Tagen je- urgie. „Alle Transplantationen verliefen
de, erhielt er keinen ganzen Tag später weils eine neue Lunge. komplikationslos, und unsere Patienten
die erlösende Nachricht, dass ein pas- In diesem Jahr wurden bisher neun Lun- sind mittlerweile entlassen oder liegen
sendes Organ gefunden wurde. Die gen am UKJ erfolgreich transplantiert. auf Normalstation.“
Dr. Thierry Siemeni, Oberarzt der Klinik
für Herz- und Thoraxchirurgie und Leiter
der Lungentransplantation, führte mit
einem 14-köpfigen Team den Eingriff
durch und ist mit dem Verlauf aller Pati-
enten und insbesondere von Mathias
Gössner sehr zufrieden. „Er konnte in-
nerhalb von 24 Stunden von der Beat-
mung entwöhnt werden, war zügig an-
sprechbar und erholt sich gut“, sagt er.
Der erste Lungenfunktionstest von Ma-
thias Gössner überraschte alle positiv.
Hier erreichte die neue Lunge über 100
Prozent der Lungenfunktion, während
Andreas Gentzsch, Andre Schreiber, Mathias Grössner und Dirk Neudeck (ab 2. v. l.) erhielten normalerweise durchschnittlich 60 Pro-
eine neue Lunge. Hier mit dem Team der Herz- und Thoraxchirurgie: Prof. Dr. Torsten Doenst (l.), zent nach der ersten Messung verzeich-
Tatjana Pauli und Dr. Thierry Siemeni (r.). Foto: UKJ. net werden. (ukj/ush)
Brustkrebszentrum am Helios Klinikum Meiningen erneut erfolgreich bestätigt
(Meiningen) Das Südthüringer Brust- Die Bedeutung des Brustkrebszentrums fälle von Brustkrebs behandelt und ins-
krebszentrum am Helios Klinikum Mei- für die Region zeigt sich auch in den stei- gesamt 453 Operationen durchgeführt.
ningen hat seine Zertifizierung erneut genden Behandlungszahlen. Im Jahr (hel/ush)
bestätigt. Beim aktuellen Audit im Mai 2025 wurden in Meiningen 266 Primär-
2026 prüfte das unabhängige Institut
OnkoZert im Auftrag der Deutschen
Krebsgesellschaft die Strukturen, Ab-
läufe, Kennzahlen und Dokumentatio-
nen des Zentrums. Das Ergebnis: keine
Abweichungen und eine Empfehlung zur
Aufrechterhaltung des Zertifikats ohne
Einschränkungen.
„Das Ergebnis zeigt, dass wir unseren
Patientinnen in Meiningen eine verlässli-
che, spezialisierte und wohnortnahe Ver-
sorgung anbieten können“, sagt Dr. Hei-
ko Graf, Chefarzt und Leiter des Brust-
krebszentrums. „Brustkrebsbehandlung
ist immer Teamarbeit. Entscheidend ist,
dass Diagnostik, Therapieplanung, Ope- Das Südthüringer Brustkrebszentrum hat das Zertifizierungsaudit mit Bravour bestanden und
ration, Nachsorge und begleitende Ange- darf das Qualitätssiegel des unabhängigen Instituts OnkoZert weiter führen. Foto: Helios
bote ineinandergreifen.“ Klinikum Meiningen.
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