Page 47 - Ärzteblatt Thüringen, Juli/August 2026
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          So kann ein gesundes Abendbrot aussehen.


          renterale Ernährung, ambulante Ernäh-
          rungstherapie, Qualitätsmanagement
          und komplexe Fallkonstellationen aus
          stationärer und ambulanter Versorgung
          behandelt. Gerade in diesen Bereichen
          ist ernährungsmedizinisches Wissen oft
          unmittelbar entscheidend für Komplika-
          tionsvermeidung, Rekonvaleszenz, Le-
          bensqualität und Therapieerfolg.
          Im dritten Modul geht es um Adipositas,
          bariatrische Chirurgie, Essstörungen,
          ambulante Ernährungstherapie und En-
          dokrinologie. Ergänzend zu den Fallbe-
          sprechungen werden praktische Metho-
          den wie Handkraftmessung, anthropo-
          metrische Verfahren und Bioelektrische
          Impedanzanalyse (BIA-Messung) ein-  Referentin Jana Körbs (r.) stellte diätetische Lebensmittel vor.
          bezogen. So konnten die Teilnehmen-
          den vor Ort eine BIA-Messung an sich
          selbst durchführen und die Analyse der   und Screening, ernährungsmedizinische   gie. Neben Fallbesprechungen werden
          Ergebnisse direkt üben. Auch motivie-  Assessmentverfahren sowie Frailty As-  praktische  Fragen  wie  Kostformen,
          rende Gesprächsführung ist Bestandteil   sessment. Gerade im höheren Lebens-  Screening, Entlassmanagement, Kom-
          des Programms. Damit greift das Modul   alter und bei chronischen Erkrankungen   plexbehandlung, Verordnungen und Ab-
          eine  zentrale  Herausforderung  der  Er-  ist die Erkennung von Mangelernährung,   rechnung behandelt. Damit berücksich-
          nährungsmedizin auf: Medizinisch sinn-  Sarkopenie oder Frailty von hoher Rele-  tigt das Curriculum nicht nur medizini-
          volle Empfehlungen müssen so kommu-  vanz. Mittels „Instant Aging“ konnten   sche Inhalte, sondern auch die Versor-
          niziert werden, dass sie von Patientin-  die Teilnehmer in die Haut von älteren   gungsrealität: Ernährungsmedizin muss
          nen und Patienten verstanden, ange-  Menschen schlüpfen und so selbst er-  im Alltag verordnet, dokumentiert, ko-
          nommen und im Alltag umgesetzt wer-  fahren, was es heißt, mit Einschränkun-  ordiniert und interprofessionell umge-
          den können. Und auch im dritten Modul   gen im Alltag zu leben und z. B. Medika-  setzt werden.
          wurde wieder verkostet: Dieses Mal gab   mente zu stellen. Dies führte zu einem
          es eine große Bandbreite diätetischer   großen „Aha-Effekt“ der Teilnehmen-  Ein Angebot mit Mehrwert für Klinik
          Lebensmittel zum Probieren.       den, vor allem mit Blick auf zukünftige   und Praxis
                                            Empfehlungen und Verordnungen.
          Das vierte Modul behandelt Nephrolo-                                 Mit  dem  neuen  Fallseminarangebot
          gie, Rheumatologie, Neurologie, Geriat-  Das fünfte Modul erweitert den Blick   setzt die Landesärztekammer Thürin-
          rie und Traumatologie. Schwerpunkte   auf Pädiatrie, Schwangerschaft, Onko-  gen ein wichtiges Signal. Ernährungs-
          sind unter anderem Labordiagnostik   logie, Palliativmedizin und Pneumolo-  medizin gewinnt angesichts der Zunah-




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