Page 73 - Ärzteblatt Thüringen, Juli/August 2026
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Personalia
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          Zum Gedenken an Dr. habil.


          Adelbert Tennstedt


          16. Januar 1930–25. Mai 2026


          Mit großer Trauer haben wir vom Tod   zur Erforschung neurodegenerativer
          unseres geschätzten Kollegen Dr. habil.   Erkrankungen.
          Adelbert  Tennstedt erfahren,  der am   Nach der politischen Wende setzte Dr.
          25. Mai 2026 im Alter von 96 Jahren   Tennstedt seine Tätigkeit ab 1992 als
          verstorben ist.                   niedergelassener Pathologe in eigener
                                            Praxis in Mühlhausen fort. Mit großem
          Mit Dr. Tennstedt verliert die Patholo-  persönlichen Einsatz baute er diese er-
          gie in Thüringen eine prägende Persön-  folgreich auf und entwickelte sie zu ei-
          lichkeit, die das Fach über Jahrzehnte   ner angesehenen Einrichtung, die heute
          hinweg mit außerordentlichem Enga-  von seiner Tochter, PD Dr. Cornelia
          gement, wissenschaftlicher Neugier   Tennstedt-Schenk, in seinem Sinne wei-
          und menschlicher Zugewandtheit ge-  tergeführt wird.
          staltet hat.                      Dr. Tennstedt war seit 1960 Mitglied der
          Nach seinem Medizinstudium und sei-  Deutschen Gesellschaft für Pathologie
          ner fachärztlichen Ausbildung an der   und blieb dem Fachgebiet bis ins hohe   Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Chris-
          Martin-Luther-Universität Halle wid-  Alter eng  verbunden. Für sein  lebens-  ta, seiner Tochter Cornelia Tennstedt-
          mete er sein berufliches Leben der Pa-  langes aktives Wirken in der Pathologie   Schenk, seiner Familie und allen Ange-
          thologie. Im Jahr 1960 gründete er das   und sein Engagement innerhalb der   hörigen.
          Pathologische Institut am Bezirkskran-  Fachgesellschaft wurde er mehrfach
          kenhaus Mühlhausen-Pfafferode und   gewürdigt. Viele Kolleginnen und Kolle-  Im Namen des Berufsverbandes
          schuf unter tatkräftiger Unterstützung   gen erinnern sich an ihn als fachlich he-  Deutscher Pathologinnen und
          seiner  Frau  Christa  als  Leitende  MTA   rausragenden Diagnostiker, geschätz-  Pathologen, Landesverband Thüringen
          damit eine Einrichtung, die die diag-  ten Ratgeber und stets interessierten
          nostische Versorgung der Region über   Gesprächspartner.             PD Dr. med. Peter Middel
          viele Jahre maßgeblich prägte. Seine   Sein Wirken hat die Pathologie in Thü-  Kommissarischer Landesvorsitzender
          wissenschaftlichen Interessen führten   ringen nachhaltig geprägt. Sein berufli-  des Berufsverbandes Deutscher
          ihn insbesondere in die Neuropatholo-  ches Lebenswerk, seine wissenschaftli-  Pathologinnen und Pathologen (BV)
          gie. 1973 habilitierte er sich mit einer   chen Leistungen und seine menschliche   Thüringen
          Arbeit zur Alzheimer-Erkrankung und   Haltung  werden  in  dankbarer  Erinne-  Institut für Pathologie Eisenach/
          leistete damit einen wichtigen Beitrag   rung bleiben.               Westthüringen




            Ausschreibung: Sonderforschung Angeborene Herzfehler (AHF/EMAH)

            Angeborene Herzfehler (AHF) zählen zu den häufigsten angeborenen Organfehlbildungen. Rund 8.700 Kinder kommen jährlich in
            Deutschland mit einem Herzfehler zur Welt. Dank des medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritts in der Kinderkardiologie,
            der Kinderherzchirurgie und der EMAH-Versorgung erreichen heute über 95 Prozent dieser Kinder das Erwachsenenalter.
            Die Deutsche Herzstiftung sieht beim Thema Angeborene Herzfehler (AHF/EMAH) weiterhin dringlichen Forschungsbedarf und
            stellt auch im Jahr 2026 wieder 500.000 Euro für innovative Forschungsprojekte (Grundlagenforschung, klinische Studien und
            Versorgungsforschung) zur Verfügung. Es können Forschungsvorhaben aus Zentren der Kinderkardiologie und der Erwachsenen-
            kardiologie eingereicht werden. Dies beinhaltet auch ausdrücklich Forschungsvorhaben zur interventionellen und chirurgischen
            Therapie bei Kindern und Erwachsenen. Ebenso können Anträge aus der Psychokardiologie und aus anästhesiologischen Zentren,
            die bei der Versorgung der Patienten mit einem angeborenen Herzfehler beteiligt sind, eingereicht werden. Das jeweilige Projekt
            soll den Zeitraum von zwei Jahren möglichst nicht überschreiten. Teilnahmeberechtigt sind in Deutschland tätige Wissenschaftle-
            rinnen und Wissenschaftler.
            Die Bewerbungen sind gesammelt in einer PDF-Datei bis spätestens 4. September 2026 per E-Mail an forschung@herzstiftung.de
            einzureichen. Weitere Informationen zur Bewerbung sind abrufbar unter www.herzstiftung.de/ahf-forschungsantrag.
            Weitere Informationen sind zu erhalten bei Valerie Rohrwild (Tel. 069 955128-100, E-Mail forschung@herzstiftung.de) und
            Dr. Sinann Al Najem (Tel. 069 955128-144) oder der Homepage der Deutschen Herzstiftung zu entnehmen.




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