Page 24 - Ärzteblatt Thüringen, Mai 2026
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Für das Gesundheitssystem ergibt sich Gerne prüfen wir bei Interesse, ob eine rierten, sektorenübergreifenden Ver-
eine effizientere Nutzung vorhandener Studienteilnahme für Ihre Patienten sorgungspfades sein, der Urologie und
Ressourcen. Gerade in Thüringen ist möglich ist. Die entsprechenden Kon- Strahlentherapie enger verzahnt. Dabei
dieser Aspekt für eine langfristig trag- taktdaten finden Sie am Ende dieses käme der heimatnahen urologischen
fähige Versorgungsstruktur relevant. Artikels. Weiterführende Informatio- Nachsorge eine zentrale Rolle zu.
nen zur Studie finden sich auf unserer Gerade in Thüringen könnte eine sol-
Ultra-HART-Studie Homepage (https://www.uniklinikum- che neu gedachte, kooperative Versor-
jena.de/strahlenklinik/). gungsstruktur wesentlich dazu beitra-
Seit Februar 2026 wird die onlineadap- gen, moderne Therapieoptionen wohn-
tive ultrahypofraktionierte Radiothera- Fazit und Ausblick ortnah verfügbar zu machen und die
pie im Rahmen der multizentrischen, langfristige Betreuung der Patienten
nicht interventionellen Ultra-HART-Stu- Die onlineadaptive ultrahypofraktio- qualitativ hochwertig sowie effizient zu
die untersucht. Beteiligt sind fünf Zent- nierte Radiotherapie erweitert das ku- gestalten.
ren in Deutschland und der Schweiz. rative Therapiespektrum beim nicht
Eingeschlossen werden Patienten mit metastasierten Prostatakarzinom um
erstdiagnostiziertem, nodal-negativem eine leitliniengerechte, evidenzbasier- Dr. med. habil. Klaus Pietschmann
Prostatakarzinom (cT1–cT3b, cN0, cM0). te und versorgungsökonomisch rele- Dr. med. Georg Wurschi
Die Behandlung erfolgt ambulant in fünf vante Option. Universitätsklinikum Jena
Fraktionen über ein bis zwei Wochen. Sie stellt keine Alternative im Sinne ei- Klinik für Strahlentherapie und
Im Mittelpunkt der Studie steht die ner Konkurrenz zur operativen Thera- Radioonkologie
Evaluation der Lebensqualität unter pie dar, sondern ergänzt das interdiszi- Am Klinikum 1
diesem verkürzten Therapiekonzept. plinäre Behandlungsspektrum. 07747 Jena
Ergänzend werden Verträglichkeit und Ein nächster konsequenter Schritt soll- E-Mail: Klaus.Pietschmann@med.
Tumorkontrolle erfasst. te die Weiterentwicklung eines struktu- uni-jena.de
Stipendiatenprogramm
des Landkreises Sonneberg für Medizinstudierende: Jetzt bewerben!
Auch dem Landkreis Sonneberg ist die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum ein
wichtiges Anliegen. Deshalb hat der Landkreis auf Beschluss des Kreistages Sonneberg bereits im Jahr 2024 ein
Stipendiatenprogramm für angehende Ärztinnen und Ärzte aufgelegt. Ziel ist es, dem Haus- und Fachärztemangel
entgegenzuwirken und Medizinernachwuchs in die Region zu holen bzw. im Kreis zu halten.
Seit dem Wintersemester 2024/25 sollen pro Jahr zwei Stipendien vergeben werden. Das Stipendium soll grund-
sätzlich als nicht zurückzahlbarer Zuschuss monatlich in Höhe von 500 Euro ausgereicht werden, beginnend ab
dem ersten Studienjahr bis zum Bestehen des Dritten Abschnittes der Ärztlichen Prüfung, längstens jedoch für die
Dauer von fünf Jahren bzw. 60 Monaten.
Der Zuschuss ist im Wesentlichen an die Verpflichtungen der Stipendiaten geknüpft, nach erfolgreichem Abschluss
ihrer ärztlichen Ausbildung innerhalb von sechs Monaten eine Facharztweiterbildung zum Allgemeinmediziner zu
beginnen. Weitere Bedingungen sind, im Rahmen der Facharztweiterbildung den 24-monatigen Teil der hausärztli-
chen Versorgung in einer Hausarztpraxis im Landkreis zu absolvieren sowie nach erfolgreichem Abschluss der
Facharztweiterbildung eine Hausarztpraxis im Landkreis zu übernehmen oder zu gründen und diese Tätigkeit
mindestens drei Jahre auszuüben bzw. mindestens fünf Jahre, sofern im Rahmen der Facharztweiterbildung keine
Möglichkeit bestand, diese im Landkreis Sonneberg zum Teil zu erbringen.
Um ein Stipendium können sich Studenten beim Landkreis Sonneberg bewerben, die an einer deutschen Universi-
tät für ein Studium der Fachrichtung Humanmedizin eingeschrieben sind oder an einer anderen Universität, deren
Abschluss die Approbation als Arzt in Deutschland zulässt, die uneingeschränkt in Deutschland leben und hier als
Arzt arbeiten dürfen.
Das Stipendium ist beim Landkreis Sonneberg, Bahnhofstraße 66, 96515 Sonneberg, zu beantragen. Der Antrag hat
bis spätestens 30. September des jeweiligen Jahres, in dem die Förderung beginnen soll, schriftlich zu erfolgen.
Weitere Informationen unter https://www.kreis-sonneberg.de/aktuelles/stipendiatenprogramm-fuer-medizinstu-
denten/
24 ÄRZTEBL AT T THÜRINGEN • 5/2026

